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0:01[Musik]
0:08ja schönen guten Abend
0:11äh willkommen zur Vorlesung Einführung
0:14in die qualitative Inhaltsanalyse
0:18mein Name ist Gritt laudel ich bin
0:21wissenschaftssoziologin an der
0:23Technischen Universität Berlin und wer
0:26noch mehr über mich erfahren will kann
0:27auf meine Webseite gehen
0:31so los geht's
0:33ähm das ist was ich heute vorhabe
0:39ähm soll zunächst um Forschungsfragen
0:43und Strategien qualitativer Datenanalyse
0:46gehen weil ja
0:48ähm
0:51datenanalysethoden oder Methoden immer
0:54damit mit bestimmten Problemen
0:57forschungsproblemen
0:58zusammenhängen das ist der erste Punkt
1:02und dann steigen wir ein in die
1:03qualitative
1:05Inhaltsanalyse zunächst um die
1:08extrahierende qualitative Inhaltsanalyse
1:10im Forschungsprozess zu positionieren
1:13das ist also auch noch mal bisschen
1:14einleitend und dann geht es direkt um
1:17den Ablauf der extrahierenden
1:19qualitativen Inhaltsanalyse das wird
1:22also der Hauptteil sein den ich in die
1:24vier
1:26Schritte vorstelle Entwicklung des
1:29Kategoriensystem thems methodische
1:31Vorbereitung der Extraktion dann die
1:34Extraktion selbst und zusammenfassen und
1:36bereinigen der
1:38Information und im vierten Schritt gibt
1:41wird es um die Analyse der
1:43Informationsbasis zur Beantwortung der
1:46Forschungsfrage gehen
1:48ähm und abschließend werde ich noch
1:51etwas sagen kurz etwas sagen zu einer
1:54anderen wichtigen Auswertungsmethode
1:56indem ich das Codieren und das extra
1:59hieren
2:01äh
2:03gegenüberstelle so
2:04ähm jetzt sollte ich als nächstes sagen
2:07das was ich heute hier vorhabe mit ihnen
2:09ist etwas was ich normalerweise
2:12äh entweder in eintägigen mindestens
2:15eintägigen Workshops tue oder
2:19ähm ein einer einsemestrigen
2:22Veranstaltung für Studierende
2:25ähm und wir haben jetzt hier 50 Minuten
2:28das ist natürlich ein bisschen
2:29bedauerlich
2:30ich werde also bestimmte Sachen nur sehr
2:33kurz anreißen und ih sie dann auf die
2:35weiterführende Literatur verweisen
2:39müssen ja get all the information you
2:43can we think of a use for it
2:47later das ist natürlich falsch nein denn
2:51der Zweck der Untersuchung bestimmt die
2:54Datenerhebung und
2:56Datenanalyse und deswegen ist es sehrch
3:00dass sie
3:01ähm sehr rechtzeitig
3:05Entscheidung treffen über nicht nur über
3:07die Methoden der Datenerhebung sondern
3:10auch über die Daten Datenanalyse
3:14ne also wir haben ja der ganz grobe
3:17ablauuch bei bei
3:20jeglichen forschungsprozessen oder
3:22analyseprozessen ist wir haben eine
3:24Fragestellung z.B eine Forschungsfrage
3:27wir haben ein theoretisches Konzept um
3:30sie zu beantworten ähm wir erheben Daten
3:34ähm und wir analysieren diese Daten und
3:37ja wird diese schöne Sequenz
3:39durchbrochen denn wir sind hier bei der
3:42qualitativen
3:43Forschung wo sich Datenerhebungen
3:47Datenanalyse abwechseln ne das um
3:50Unterschied zur fragebürgen
3:52zur survey
3:54Forschung gibt es hier nicht eine Phase
3:57wo alle phasenaten erhoben werden
3:59sondern man sollte eigentlich so schnell
4:01wie möglich schon nach den ersten
4:03Interviews wenn man Interviews macht
4:05sich
4:06überlegen mit welchen Daten man jetzt
4:10mit welcher Methode man die Daten
4:11erheben möchte analysieren möchte und
4:14mit der analysier Analyse auch
4:16tatsächlich beginnen ja das also
4:18tatsächlich so zirkulär betreiben und
4:22der letzte Schritt ist dann die
4:24Beantwortung der
4:27Forschungsfrage so Forschungsfragen und
4:30Strategien qualitativer Datenanalyse das
4:33ist ein weites Feld
4:35wieo häufig in der qualitativen
4:38Forschung gibt es sehr viele
4:39unterschiedliche Methoden
4:41ich kann hier ganz grob
4:44unterteilen in drei Gruppen von Methoden
4:48wir haben einmal hermeneutische
4:50Verfahren das sind Verfahren die sehr
4:54ganzheitlich interpretierend Vorgehen
4:57die gibt's halt auch in den
4:58Literaturwissenschaften und äh auf die
5:01gehe ich hier nicht weiter ein ich will
5:03sie nur einmal erwähnt haben und äh dann
5:06gibt es die Codierung das ist
5:08wahrscheinlich die am meisten
5:09verbreitete Methode in der qualitativen
5:12Sozialforschung und wir haben die
5:15qualitative Inhaltsanalyse bzw genauer
5:18gesagt die extrahierende qualitative
5:21Inhaltsanalyse die ich ihn hier
5:23vorstellen
5:24werde sowie nachfolgende
5:28Schritte das wird der Fokus des Vortrags
5:33sein ja
5:36oh jetzt habe ich hier gleich alles
5:38drauf geklatscht gekriegt na gut
5:41gut ich wollte das eigentlich ein
5:42bisschen nacheinander aufbauen aber da
5:45hat das ist jetzt also nicht so passiert
5:48gut
5:49ja wir
5:51haben verschiedene Typen von
5:55Forschungsfragen nämlich
5:57Forschungsfragen die ein empirisches
5:59Phänomen beschreiben wir haben
6:02Forschungsfragen die Kausalzusammenhänge
6:05aufdecken und wir haben mechanismische
6:08Forschungsfragen und
6:12ähm das war im auch mal in die Mitte
6:14gerückt also ich bin jetzt doch ein
6:16bisschen überrascht über die Folien aber
6:18na gut so also wenn wir empirische
6:21Phänomene beschreiben wollen oder
6:23Forschungsfragen haben die
6:25Kausalzusammenhänge aufdecken dann ist
6:28es häufig in beiden Fällen so dass wir
6:30nach notwendigen und hinreichenden
6:32Bedingungen für das Auftreten eines
6:35spezifischen Effektes
6:38ähm diese Bedingung herausfinden
6:41wollen und bei mechanismischen
6:44Forschungsfragen geht's noch weiter da
6:47öffnen wir sozusagen die Blackbox wir
6:50versuchen soziale Mechanismen die unter
6:52spezifischen Bedingungen operieren und
6:55spezifische Effekte hervorrufen
6:57herauszubekommen ja
7:01ähm in allen Fällen ist es aber so dass
7:05wir äh soziale Situationen und soziale
7:08Prozesse rekonstruieren wollen und da
7:13kann man sagen dass eigentlich äh für
7:16alle diese Typen von Fragen beide
7:20Methoden möglich sind sowohl codieren
7:23als auch die extrahierende qualitative
7:27Inhaltsanalyse m
7:30in deren Ergebnis man eine struktierte
7:33strukturierte
7:35Informationsbasis
7:37schafft so und nun ist es so man kann
7:41jetzt muss man sich überlegen was ist
7:43eigentlich das Ziel der der Analyse
7:48äh das kann sein man möchte einfach eine
7:51Deskription
7:52haben oder man möchte was
7:55erklären und wenn man was erklären
7:58möchte ist es unabdingbar dass es
8:00weitere dass man weitere Analysen
8:03vornimmt
8:05z.B qualitative komparative Analyse wäre
8:09eine andere weitere
8:10analyseform nach Charles Reen
8:14z.B oder man sucht nach wiederkehrenden
8:18Ereignissen das würde man tun wenn man
8:20eine mechanismische Forschungsfrage
8:22beantworten will
8:24m oder auch wenn man andere kausal
8:27kausale Fragen stellt so das muss man
8:30sich für sich selber überlegen was da
8:32was man da vor hat jetzt kann ich nur
8:35noch sagen dass
8:37äh je weiter wir nach rechts wandern
8:39also von links nach rechts nimmt die
8:42theoriegeleitetheit zu und damit auch
8:45das Ausmaß indem man die Theorie die
8:48Auswertung informieren kann und
8:50informieren muss und die extrahierende
8:54qualitative Inhaltsanalyse geht sehr
8:56stark Theorie geleitet vor
9:01so jetzt sind wir schon beim zweiten
9:04Punkt Positionierung der extrahierenden
9:07qualitativen Inhaltsanalyse im
9:09Forschungsprozess und
9:12ähm der Forschungsprozess ist jetzt hier
9:15noch mal ein bisschen feiner äh
9:18aufgekliedert in der Mitte haben wir die
9:20qualitative Inhaltsanalyse in der grauen
9:23Box also wir beginnen mit einer
9:25Forschungsfrage und einem theoretischen
9:27Konzept und m
9:32äh erheben unsere Daten es entstehen
9:36Texte und dieser Pfeil der war
9:39ursprünglich mal hier an dieser an
9:41diesem Kästchen dran Forschungsfrage und
9:43theoretisches Konzept
9:46aus
9:46diesem beiden aus aus der Frage und aus
9:50dem Konzept kommt das Kategoriensystem
9:54ähm
9:56und dann bearbeiten wir die Texte indem
9:59wir Texteinheiten interpretieren
10:03Informationen Kategorien zuordnen und
10:06das Kategoriensystem in diesem Prozess
10:09dann auch anpassen das ist dann jetzt
10:11hier dieser rote rückpfeil ne dass das
10:14Kategoriensystem flexibel äh benutzt
10:17wird und angepasst wird ja und in
10:21Ergebnis dessen entsteht eine
10:23Informationsbasis die wird dann noch
10:25zusammengefasst und bereinigt äh
10:28äh und dann entsteht eine bereinigte
10:32Informationsbasis und
10:35auf
10:36der nächste Schritt ist es damit dann
10:40weitere Analysen vorzunehmen ne was ich
10:43gerade erklärt habe und das ergibt dann
10:46die Antwort auf die Forschungsfrage also
10:48wichtig ist zu verstehen dass weder
10:51codieren noch die qualitative
10:53Inhaltsanalyse die hier dargestellt ist
10:55in dem grauen
10:57äh Kästchen der letzte Analyseschritt
11:01ist sondern es ist der würde ich sagen
11:04der aufwendigste Schritt wie man als
11:07rohaten eine Informationsbasis
11:15herstellt ja und jetzt geht's los jetzt
11:19werden wir uns mal mit dem
11:20Kategoriensystem befassen als dem ersten
11:23Schritt der extrahierenden qualitativen
11:28Inhaltsanalyse h das
11:31Kategoriensystem beruht auf meist
11:35multidimensionalen Variablen deren Werte
11:39unabhängig voneinander variieren das
11:42heißt Sie können nicht in einimensionale
11:44Indikatoren zerlegt werden und die fast
11:48immer nominal skaliert sind ne wir haben
11:50also nicht wieder
11:52äh Zahlen noch haben wir sowas wie
11:56hochmittel niedrig sondern wie wir sehen
11:59werden haben wir häufig ähm
12:03einfach sprachliche Ausdrücke
12:07äh die wir kaum in irgendeine
12:08Reihenfolge bringen
12:09können und diese multidimensionalen
12:13Variablen sind ganz typisch für
12:14qualitative Untersuchung ich habe Ihnen
12:17hier einmal ein Beispiel hingeschrieben
12:19wenn wir Institutionen nehmen die ja für
12:23Organisationsuntersuchung
12:24ähm sehr dort sehr häufig auftreten also
12:28Regelsysteme
12:29dann können wir eigentlich solche
12:31Regelsysteme nur sinnvoll beschreiben
12:34mit mindestens drei Dimensionen wir
12:37haben einen Gegenstand der Regel welche
12:39Handlungen sollen beeinflusst werden wir
12:42haben einen Inhalt der Regel der also
12:45ausdrückt worin die Regel besteht und
12:49wir haben so etwas wie ein
12:50Geltungsbereich der Regel das heißt
12:52wessenhandlungen sollen geregelt werden
12:56z.B Regeln die nur für Studierende
12:59gelten Regeln die nur für ähm Akademiker
13:04an der Uni gelten z.
13:11beispi gut
13:14ähm unser Kategoriensystem kann aber
13:16auch aus einfachen eindimensionalen
13:19Variablen bestehen ein Beispiel für ein
13:22eine eindimensionale variable sind
13:28akteureigenschaften das kennen Sie
13:30vielleicht aus den quantitativen
13:32Untersuchungen wo wir häufig Alter
13:34Geschlecht Interessen
13:37Gehaltsgruppe solche Art von Variablen
13:39haben
13:40äh die spielen in der qualitativen
13:44Forschung durchaus auch eine Rolle wobei
13:46ich aber sagen würde eine untergeordnete
13:49Rolle und wir haben eine dritte Gruppe
13:54von Kategorien einen dritten Typ von
13:56Kategorien nämlich Kategorien die auf
13:58ein ander bezogene Handlungen erfassen
14:02wenn Sie sich erinnern ich habe vorhin
14:04gesagt was machen wir wenn wir äh
14:08Forschungs Fragen stellen und Daten
14:10analysieren wir versuchen soziale
14:13Situationen unds Prozesse zu erfassen
14:17und was sind Prozesse das sind Sequenzen
14:19von Handlungen kann man sagen und
14:22deswegen sind Handlung so wichtig und
14:24werden immer eine Rolle spielen in
14:26unseren
14:27Untersuchungen und auch diese Handlung
14:29sind mehr dimensional wir haben einen
14:33Akteur der Handlung wir haben einen
14:36Gegenstand der Handlung und wir haben
14:38ein Inhalt der
14:43Handlung so und jetzt waren wir bis
14:48jetzt haben wir über Variablen
14:50gesprochen um zu einer Kategorie zu
14:53kommen müssen wir noch ein paar extra
14:55Dimensionen hinzufügen eine Kategorie
14:59steht nämlich einmal aus den
15:01sachdimensionen das sind diese
15:02Dimensionen die wir aus den variablen
15:05abgeleitet
15:07äh die aus den variablen abgeleitet
15:10wurden hier wieder unser Beispiel
15:12Gegenstand der Regel Inhalt der Regel
15:15Geltungsbereich der Regel dazu fügen wir
15:19eine Zeitdimension und das ist eben
15:22wieder weil weil wir Prozesse
15:26untersuchen und bei Prozessen eben die
15:29Zeitdimension plötzlich wichtig ist wir
15:31geben also immer Zeitpunkt Zeitraum an
15:35also eine Zeitdimension hier beschrieben
15:37mit Zeitpunkt Zeitraum und eine weitere
15:40Besonderheit sind
15:42kausaldimensionen in denen wir
15:45berichtete Kausalzusammenhänge aufnehmen
15:48nämlich Ursachen und Wirkungen die die
15:52Interviewpartner wenn wir
15:54Interviews analysieren
15:57berichten das sind
15:59nicht die noch nicht die kausalen
16:01Effekte mit die unsere
16:03untersuchungsfrage beantworten aber sie
16:05sind ein wichtiger Zwischenschritt und
16:08wir nehmen Sie mit auf ne wenn wir eine
16:10Begründung kommen bekommen warum so und
16:14so gehandelt wurde dann wird das mit
16:17festgehalten und schließlich
16:20die besteht unsere Kategorie aus einer
16:24Quellenangabe denn wir wollen s weit wie
16:27möglichod also wir müssen unsere
16:30Schritte zurückverfolgen können ja und
16:33deswegen wird die Quelle mitgeführt das
16:37Interview und der
16:40interviewabsatz so wie viele Kategorien
16:42sind nötig erstmal hängt das von der
16:46Fragestellung ab
16:50und insofern kann man da
16:53keine Zahl hinschreiben die das festlegt
16:56also das können fünf Kategorien sein es
16:58können zehn Kategorien sein ich glaube
17:03dass wir im Durchschnitt etwa so zehn
17:05Kategorien benutzen
17:07ähm und ich würde nur davon abraten mehr
17:11als 15 Kategorien mit mehr als 15
17:14Kategorien zu arbeiten weil es dann
17:16irgendwie unübersichtlich wird so das
17:18ist also so ein einfach eine
17:20Richtgröße die Sie sich merken
17:23können und jetzt habe ich Ihnen noch mal
17:26noch ein Beispiel mitgebracht ähm aus
17:29einer meiner jetzigen Untersuchung ähm
17:31in der wo ich akademische Karrieren
17:33untersuche
17:34äh in dem Projekt geht es darum wie
17:37ermöglichen es verschiedene
17:39karrieresysteme in verschiedenen Ländern
17:43Nachwuchswissenschaftlerinnen
17:44wissenschaftliche Unabhängigkeit zu
17:46erlangen das ist die
17:47Forschungsfrage und das ist eine
17:50wissenschaftssoziologische Untersuchung
17:52und sie sehen hier haben wir jetzt äh
17:54tatsächlich zehn verschiedene Variablen
17:58ähm wir sehen in der Mitte die Handlung
18:01das sind also hier strategische
18:02Entscheidungen über Forschung und
18:04forschungsbedingung wir sehen als
18:08unabhängige Variable institutionelle
18:11Regeln die die Karriere und Forschung
18:13beeinflussen und noch ein paar andere
18:15wir sehen hier die Akteur
18:17Charakteristika das sind also diese
18:19eindimensionalen Variablen und einige
18:23mehr das ist also sie können können
18:26jetzt nicht den Inhalt dieser ganzen
18:28variable verstehen es sollte Ihnen jetzt
18:30nur einfach mal
18:32ähm als Beispiel dienen die Pfeile sagen
18:36etwas über die vermuteten
18:38Kausalzusammenhänge also was wir wirkt
18:41worauf ne wir sehen dass es ja alles
18:43irgendwie auf die Handlung geht und dann
18:46werden hier die Forschungsinhalte
18:49beeinflusst das ganze hat dann aber noch
18:51eine zeitliche Dynamik geht noch mal
18:54zurück ne das sind so die theoretischen
18:56Vorüberlegungen die man machen musst um
19:00dann ähm extrahieren zu
19:05können so als weiteren Schritt müssen
19:09wir wir sind immer noch bei der
19:11Entwicklung des
19:12Kategoriensystems jetzt müssen wir noch
19:15Kategorien definieren und vermutlich
19:18Auftreten der Ausprägung
19:21bestimmen nehmen wir wieder unser
19:23Beispiel die institutionellen Regeln ähm
19:26hier habe ich das so definiert für meine
19:32Zwecke jetzt für die Untersuchung von
19:35Karrieren Unabhängigkeit und Karrieren
19:37sind das alle institutionellen Regeln
19:39die Forschungsbedingungen und
19:41Forschungsinhalte des Wissenschaftlers
19:43beeinflussen
19:46m das ist keine diese diese Definition
19:51ist keine theoretische Definition
19:53sondern die ist angepasst auf
19:56mein auf meine untersuch
19:59und
20:00ist eigentlich pragmatisch es geht darum
20:04mit einer solchen Definition in der Lage
20:09zu sein da drauf zu einmal drauf zu
20:11schauen seinen Text vors interviewtext
20:13vors sich zu haben und jetzt schnell
20:15entscheiden zu können zu welcher
20:17Kategorie hört das was ich hier gerade
20:19gelesen habe ne also so sollen
20:22Definitionen beschaffen sein und nicht
20:24irgendwie
20:27große Soziologen logische Theorie da
20:29dran hängen das heißt man muss das schon
20:31ein bisschen ü für sich
20:33übersetzen so jetzt habe ich gesagt
20:36vermutlich auftretende Ausprägung ist
20:37das zweite was wir machen müssen wir
20:40haben hier wieder unser Beispiel mit den
20:42die demmensionen einmal die
20:44Zeitdimensionen und da ist häufig eine
20:48Ausprägung dass wir sagen es war der
20:50Zeitpunkt des Gesprächs weil man es
20:52nicht genauer sagen kann oder wir haben
20:55genauere Jahresangaben also seit so und
20:57so
20:59gilt die Regel
21:02dann haben wir als weitere Dimension die
21:04Quelle der Regel und dann können wir uns
21:06überlegen wo kann die herkommen es kann
21:09die UN eine universitätsregel sein sie
21:12kann vom Department kommen oder von der
21:16forschungsförderorganisation von der
21:17funding agency
21:19z.B Gegenstand der Regel könnte Zeit für
21:22Forschung sein Evaluation
21:26Forschungsfinanzierung inhalter ist
21:28jetzt nicht weiter spezifiziert das ist
21:30ja dann
21:32tatsächlich worin die Regel besteht und
21:35berichtete Wirkung dann können wir so
21:37auf unsere Pfeile gucken in unserem
21:39variablenbild und sagen was wird
21:41eigentlich da
21:42beeinflusst wirkunger
21:44forschungsentscheidung und Entscheidung
21:46über
21:50Forschungsbedingungen
21:52so ja was aber wenn das Kategoriensystem
21:56nicht auf das empirische Material
22:00passt das ist eine Überlegung die
22:03ziemlich wichtig ist weil wir in der
22:05qualitativen Forschung immer das
22:07methodologische Prinzip der Offenheit
22:10haben das heißt wir müssen offen sein
22:12für unerwartete
22:15Informationen und was wir da tun können
22:18ist wir können unser Kategoriensystem
22:21verändern wie ich schon gesagt habe wir
22:24können z.B neue Dimensionen hinzufügen
22:27und wir können ne neue Kategorien
22:29hinzufügen und in nach meiner Erfahrung
22:33passiert das auch eigentlich regelmäßig
22:36nach den ersten Interview vielleicht
22:38auch nach dem ersten zwei Interviews
22:40dass man tatsächlich das
22:41Kategoriensystem noch mal verändert nach
22:44dem ersten halben Interview also man
22:46merkt dass das die Vorüberlegungen gut
22:49sind aber dann vielleicht doch irgendwas
22:52nicht gut passt und dann wird das System
22:55Kategoriensystem angepasst was ständig
22:58passiert während des extrahierens ist
23:00dass neue Ausprägungen hinzugefügt
23:03werden das ist also ein ganz natürlicher
23:05Prozess und insofern ist das
23:07Kategoriensystem auch offen und das ist
23:10wichtig zu wissen wenn man das mit
23:12anderen Verfahren wie mit dem Codieren
23:14äh vergleicht oder anderen qu äh
23:19Verfahren der qualitativen
23:22Inhaltsanalyse so und unvorhergesehene
23:26Einflüsse können in den kausald
23:29festgehalten werden ja
23:33also Gründe über die wir die wir vorher
23:37gar nicht
23:38die uns gar nicht in Kopf gekommen sind
23:39werden in diesen kausaldimensionen
23:46gesammelt so jetzt sind wir beim zweiten
23:49Schritt
23:50der extrahierend qualitativen
23:53Inhaltsanalyse der das ist die
23:55methodische
23:56Vorbereitung und das ist jetzt ganz kurz
23:59wir müssen uns einmal überlegen was
24:01wollen wir analysieren wir wollen z.B
24:05interviewtranskripte und Dokumente
24:07analysieren oder nur eins von beiden und
24:11müssen überlegen was soll da zu dem
24:14Korpus gehören also normalerweise würden
24:17wir ja kein Interview wegwerfen aber
24:20klar man muss jetzt sagen die und die
24:23Interviews sollen alle ausgewertet
24:25werden das zweite ist die Festlegung der
24:27Analyse Einheit und in der qualitativen
24:30Inhaltsanalyse hat sich ein
24:33interviewabsatz als Sinneinheit
24:37ähm als sinnvollle erwiesen ja also ein
24:40interviewabsatz ist eine
24:44Sinneinheit so
24:49ähm
24:52gut jetzt geht es zur
24:55Extraktion dritter Schritt
25:01das ist die Extraktion ist der
25:04materialdurchlauf wo bei dem wir
25:07Informationen über Ausprägung von
25:10Kategorien
25:13interpretieren und
25:16extrahieren so das lasse ich jetzt mal
25:19so abstrakt stehen weil wir das gleich
25:21machen werden
25:22ähm dieser Schritt wird unterstützt
25:26durch ein Programmpaket äh Mia das war
25:29auf meiner Webseite zu finden ist äh wir
25:32haben leider das selber eine eigene
25:35Entwicklung machen müssen weil keine der
25:38kommerziellen Systeme die extrahierende
25:41Inhaltsanalyse unterstützt sondern die
25:42unterstützen alle nur kodieren
25:47ähm wie gesagt während des
25:50materialdurchlaufs kann immer das
25:52Kategoriensystem verändert werden wenn
25:54nötig und
25:57ähm neue Kategorien können aufgenommen
26:00werden oder existierende Kategorien
26:02angepasst werden durch neue
26:04Dimensionen so was jetzt noch neu ist
26:07ähm wir formulieren im Laufe der
26:11Extraktion häufig
26:13extraktionsregeln weil wir zwar unsere
26:15Kategorien definiert haben das war der
26:18vorfige Schritt
26:20ähm aber und wir haben auch
26:22Vorstellungen über
26:24ähm
26:27Ausprägung aber das reicht häufig nicht
26:29aus um tatsächlich irgendwie
26:33systematisch
26:34in Informationen in in den gleichen
26:38Kategorien festzuhalten und da hilft es
26:41einfach für sich selber zu formulieren
26:44okay wenn das und das die z.B die und
26:46die Frage im Interview gestellt wurde
26:49will ich die Antwort möglichst immer in
26:51K in der und der Kategorie analysieren
26:54und da macht man sich einfach so eine
26:55kleine Liste von Regeln die entsteht
26:58meistens im Verlauf der
27:00Extraktion ja und dann werden immer
27:03wieder neue Ausprägungen aufgenedommen
27:06im Laufe der
27:08Extraktion so los geht's wir schauen uns
27:12das jetzt hier mal an einem Beispiel an
27:15nehmen wieder unser Projekt
27:17Unabhängigkeit und Karrieren und was sie
27:21hier jetzt sehen ist
27:24ähm ein Interview Interview mit einem
27:28theoretischen
27:29Chemiker und wir sehen hier die
27:35unser Programm das sind einmal Standard
27:38Makros Absätze markieren Markierung
27:41entfernen Quellensuche und wir
27:45haben hier unsere Kategorien ne das ist
27:49jetzt aus dem variablenbild habe ich
27:51jetzt diese z
27:54Kategorien gebildet das jetzt nur in
27:56Englisch ansonsten ist es genau das
27:58vorher schon gesehen
28:00haben und jetzt bin ich gespannt was
28:04passiert aha ja jetzt haben wir hier
28:07unseren interviewabsatz und ich lese den
28:10mal vor also die Frage war what I Haven
28:14in the table yet time for research also
28:18importanten have to teach
28:20guess have
28:24teach ich rede hier mit
28:27einem Professor der also irgendwann die
28:30Uni an die Uni gekommen ist und die
28:32Frage ist hatte gab's von Anfang an the
28:35full teaching load die Antwort the
28:38second semester wie were hier they gave
28:40us off the reason why they do that it
28:44doesn't affect me as series but for
28:46experimentalist they have everyone teach
28:49their first semester they here because
28:51they assume that die experimentalist
28:53won't have their equipment that Semester
28:56but for me it didn't matter
28:58so they gave the second semester off so
29:02that once you have the equipment you can
29:04start doing
29:05things every other Semester you supposed
29:08to teach i was actually given a teaching
29:12le Semester so not teaching Semester
29:15because of grant so not stated but if
29:19bring in
29:23GR rel teaching
29:26rel okay so und jetzt schauen wir uns
29:29das mal an jetzt sehe ich gerade eine
29:31Sache hatte ich noch vergessen zu
29:32erwähnen wir haben ja gesagt unsere
29:34Sinneinheit ist ein Absatz und wir haben
29:38hier dieses Makro dies standardmro
29:40Absätze markieren mit dem man
29:42automatisch dann Absätze also immer wenn
29:45enterzeichen gekommen ist ähm markieren
29:48kann und das ist diese Kennung die sie
29:50am Anfang
29:51sehen zurück zu unserem Absatz was
29:54steckt da jetzt drin
29:57ähm wir
29:58haben zwei Regeln die hier erwähnt
30:02werden und zwar wird einmal erwähnt dass
30:08äh the gift the second semester of ist
30:12die eine Regel also jeder muss nicht im
30:16zweiten jeder Assistant Professor der
30:18neu anfängt muss im zweiten Semester
30:20nicht
30:21lehren und wir haben eine zweite
30:24teachingreel hier if bring in trold the
30:29will give you Relief also weniger
30:31teaching wenn man unter bestimmten
30:33Bedingungen wenn man
30:36eine großes Projekt
30:39anbringt und dann haben wir noch eine
30:42Information
30:44über was wie die über die
30:47handlungsbedingung des Wissenschaftlers
30:50der
30:51Wissenschaftlerin im ersten Teile sagt
30:54sie das second semester wie wir hier
30:56they gave us off
30:58und hier in der letzten Zeile sagt sie
31:04in in der vorletzten Zeile so I'm not
31:06teaching this semester und das sind die
31:09Dinge die wir jetzt alle extrahieren
31:12wollen
31:15mm mit dem Makro können wir und haben
31:18wir jetzt eine Maske
31:21[Musik]
31:22die und zwar die Maske für
31:25rules hier steht R ul das ist also die
31:29Kategorie die wir ausgewählt haben und
31:31dann öffnet sich diese Maske und wir
31:33haben jetzt hier unsere Dimensionen time
31:36sus actor subject of rule content of
31:39rule effects das sind unsere
31:43sachdimensionen das sind die
31:44sachdimensionen das sind die das die
31:46Zeitdimensionen sachdimensionen Effekte
31:50kausal eine kausaldimension wir haben
31:53hier keine Ursachen wir fragen nicht
31:55nach Ursachen für Regeln interessiert
31:57uns nicht haben wir den
31:58Kausalzusammenhang abgeschnitten ja und
32:02ähm in diese Felder tragen wir
32:05jetzt die
32:08entsprechenden paraphrasieren ja wir
32:10jetzt den Absatz den wir haben und
32:12tragen die entsprechenden
32:14äh Inhalte ein
32:18und dazu können wir auch noch
32:21Vorgabe unsere Vorgabewerte zur Hilfe
32:25nehmen also die Überlegung über auspräg
32:28die wir gemacht haben und tatsächlich
32:30haben wir hier schon so eine Vorgabe
32:32eine Ausprägung teaching Relief ja und
32:36das sind diese Werte die man dann die
32:38wir
32:39einmal in den Vorüberlegungen drin
32:42hatten und schon reinschreiben können
32:44und diese Liste wird kann ständig
32:46erweitert werden und auf diese Art und
32:48Weise bekommt man auch eine bestimmte
32:51m Standardisierung hin und das ist dann
32:55einfacher für wenn wir anfangen zu
32:57vergleichen ne fallvergleiche zu machen
33:00wie ist denn die lehrbelastung bei
33:03anderen
33:04Wissenschaftlern
33:06z.B so und jetzt haben wir hier unsere
33:10Auswertungstabelle und was sie da hier
33:12sehen ist
33:14ich habe jetzt hier mal noch zwei andere
33:17Extraktionen aufgenommen
33:20das hier ist unser Interview
33:22UC3 und wir haben hier also noch zwei
33:25andere Stellen
33:27wo auch um Regeln geht ne da haben ich
33:30auch schon el Regeln extrahiert und das
33:33ist jetzt der neue Eintrag und da
33:36schreiben wir auf also V sometime
33:38genauer wurde es nicht
33:40gesagt wann die Regel erfunden wurde wer
33:44war's wir können sagen aus dem Kontext
33:47es können wir feststellen es war
33:51University x das muss ich jetzt hier
33:53anonymisieren und das chemistry
33:57department
33:59ähm es geht um teaching Relief
34:02ähm und die Regel ist new staff has not
34:05to teach in der second semester so alles
34:08was da noch über
34:10Experiment die experimentalisten stand
34:13und so weiter interessiert uns alles
34:15nicht das haben wir alles weggelassen ne
34:17wir wollen nur die relevante Information
34:20behalten haben das paraphrasiert und aus
34:23diesen vier Zeilen eben das jetzt hier
34:26rausgeschnitten ähm bei reported effects
34:29könnten wir jetzt
34:30hinschreiben wie es dem also
34:33Wissenschaftler so und so viel so und so
34:36musste nicht lehren have to teach ich
34:39habe mich aber entschieden all diese
34:41Bedingungen ähm unter in der Variable
34:45research conditions also
34:47Forschungsbedingungen zu sammeln also in
34:49der zweiten variable das zu extrahieren
34:51und hier mir nur ein Vermerk zu machen
34:54es ist extrahiert in meiner Kategorie
34:58conditions ich bin manchmal unsauber
35:00hier mit variablen und Kategorien also
35:01es geht eigentlich um
35:04Kategorien so wir hatten eine zweite
35:06Regel die nannte
35:08sich
35:10for time haben wir wieder universityx
35:13chemistry Department teaching Relief ist
35:15alles dasselbe Inhalt der Regel ist ist
35:18granted if you bring in a research grant
35:22thresold und wieder dasselbe wir haben
35:24hier research conditions wo wir die
35:27Effekte extrahieren und hier nur ein
35:29Vermerk machen und das ist die
35:32absatzkennung die wird dann automatisch
35:35eingetragen so und dasselbe könnten wir
35:37jetzt eben für die Forschungsbedingungen
35:40machen type of condition ist hier time
35:44for research hier haben wir mal eine
35:46genauere Zeitangabe no teaching during
35:49second semester
35:51source Quelle der Bedingung University x
35:55chemistry Department und über reported
35:58courses habe ich jetzt hier nur rules
36:00geschrieben im ersten Teil wieder
36:02Verweis auf die andere andere
36:05Kategorie und wir haben noch mal eine
36:07zweite Bedingung werden zur time time of
36:10Interview no teaching for one semester
36:15und hier es sind reported courses einmal
36:18die rules und auch wurde erzäht im
36:22Interview she got a large grand
36:25so jetzt hab wir diesen Absatz
36:28bearbeitet und könnten zum nächsten
36:31Absatz
36:32übergehen gut
36:35m ich habe Ihnen hier ein paar Tipps
36:38zusammengestellt zum Extrahieren ich
36:41möchte darauf nicht weiter eingehen ich
36:44habe die sie könnten das in unserem
36:47Lehrbuch nachlesen da ist das genauer
36:50diskutiert wichtig ist vor allen Regel 4
36:54und Gottes will nicht etwa versuchen
36:56alles auf zu nehmen sondern was das
37:00Extrahieren eben auszeichnet und eben
37:03eigentlich auch das Codieren ist dass
37:05man ständig überlegen muss ist diese
37:08Information relevant für meine
37:10Fragestellung oder nicht ne und deswegen
37:13schneiden wir Kausalketten ab ich habe
37:15eben nicht aufgenommen warum eine
37:18bestimmte Regel zustande gekommen ist
37:20weil mich das nicht interessiert hat ne
37:22mich haben nur interessiert wie die
37:24Regeln auf die forschungsbedingung der
37:28Wissenschaftlerin
37:31wirkten so wir müssen weiter
37:35marschieren nächster Schritt ist die
37:38Zusammenfassung und zusammenfassen und
37:40bereinigen der Information was man da
37:43tut ist man verstreute Informationen
37:46werden
37:47sortiert wir haben ja diese lange diese
37:50Tabellen also wir haben für jede
37:52Kategorie eine
37:54analysetabelle und dort stehen jetzt
37:57alle Informationen aus allen Interviews
38:01und für einen Interviews Information
38:03drin und die kann man jetzt sortieren
38:06nach zeitlichen oder sachlichen Aspekten
38:09also wir könnten z.B
38:12nach allen Regeln zum zur lehrbelastung
38:16zu sortieren das wäre eine sachliche
38:19Sortierung oder wir können gucken wie
38:22sich Regeln ändern das wäre eine
38:24zeitliche Sortierung bedeutungs gleiche
38:27Informationen können zusammengefasst
38:31werden offensichtliche Fehler können
38:34korrigiert werden aber widersprüchliche
38:37Informationen
38:40kann man mit Hilfe des
38:41interviewtranskripts korrigieren es kann
38:44mal W hat z.B verschiedene Aussagen zu
38:47einer Regel von verschiedenen
38:49Interviewpartnern und fragt sich was
38:51stimmt jetzt geht man zurück ins
38:53Interview und schaut nach ob man das
38:56rauskriegt kriegt man es vielleicht
38:58nicht raus und dann müssen
38:59widersprüchliche Regeln so stehen
39:02gelassen werden und können als
39:04Widerspruch gekennzeichnet werden
39:06verschiedenartige Informationen werden
39:08immer
39:10beibehalten
39:12so ich habe hier in auch noch mal ein
39:15Beispiel rausgesucht jetzt muss ich mal
39:17das Projekt
39:18wechseln sie sehen hier aus einem
39:21anderen Projekt eine
39:24Kategorie finanzregeln der univers also
39:27wir bleiben bei regeln das Beispiel
39:30finden Sie in unserer Publikation gläer
39:32und laudel 2013 noch mal erläutert und
39:36was Sie hier sehen sind mehrere
39:38Extraktionen aus mehreren Interviews ne
39:40wir haben das Interview res off das
39:43Interview
39:45U2 resof U2 boh und das Interview U2 DVC
39:50U2 ist alles selbe University aber
39:53verschiedene
39:55Akteure und
39:57diese die erste die zweite und die
40:00dritte Zeile können wir zusammenfassen
40:03weil es in allen drei Zeilen um
40:05strategic funds
40:07geht und ich lasse sie das jetzt nicht
40:10alles lesen sondern zeige Ihnen nur
40:13grafisch wie das zusammengefasst wurde h
40:17sie sehen hier schon ganz wichtig man
40:19muss immer alle Quellen behalten ne wir
40:21wollen das ja zurückverfolgen können und
40:24hier kann man aber dann den Text
40:26reduzieren und sagen na ja strategische
40:28Fans werden in folgenden Fällen
40:33kann man werden werden die angewendet so
40:38und die Kurses kann man dann auch noch
40:42zusammenfassen so und das andere ist
40:44eine andere Regel die bleibt wie sie ist
40:49unverändert okay das war so Tieren und
40:53zusammenfassen und jetzt haben wir eine
40:56bereit te
40:59Informationsbasis und damit sind wir am
41:01Ende der
41:04äh extrahierenden qualitativen
41:06Inhaltsanalyse
41:08angekommen
41:12und müssen jetzt
41:17ähm weitere können jetzt weitere
41:19Analysen
41:26vornehmen auf die ich leider auch nur
41:29sehr kurz eingehen kann weil das
41:31eigentlich eine eine eigene
41:33Veranstaltung wäre
41:36m wir können ähm muss mal auf die Uhr
41:41gucken ja also ich muss ja wirklich
41:42durchrauschen ähm man kann also Muster
41:46identifizieren in den Daten also nach
41:48Ereignissen suchen die mehr als einmal
41:50auftauchen Kombinationen von Bedingungen
41:53Prozessen Resultaten die mehr als einmal
41:56auftauchen
41:57und das kann man alles mittels
41:59Typologien tun zur Typologie gibt's auch
42:03Literatur hier würde ich sagen gläer und
42:06laudel 2010 ist unser Lehrbuch dort
42:08reinschauen und auch in Miles und
42:11Kollegen
42:142014 diese Muster kann man dann
42:17integrieren man kann schauen wie können
42:20Muster zusammengefasst werden welche
42:22Faktoren treten in allen Fällen auf
42:24welche nur in
42:26einigen Daten müssen den Mustern
42:28zugeordnet werden und ganz wichtig was
42:31wir immer in der qualitativen
42:32Inhaltsanalyse t
42:34qualitativen Analyse tun müssen auch
42:36beim Codieren ist wir müssen abweichende
42:39Fälle erklären wir müssen 100% der
42:42Varianz erklären
42:46ähm also wir können nicht sagen in 90%
42:49der Fälle was so und so und den Rest
42:52kümmert uns nicht sondern wir müssen
42:55eben den Rest auch erklären
42:58so ich würde sagen dass dabei belasse
43:01ich es mal ähm Analyse der
43:05Informationsbasis und komme noch mal
43:07lieber zum Codieren versus
43:11extrahieren es gibt zwei Gemeinsamkeiten
43:14es gibt einmal eine Verbindung zwischen
43:17Textstellen und Kategorien also die
43:22stellen wir her mit dem Verfahren mit
43:25beiden Verfahren und in beiden Verfahren
43:28ist spielt die Interpretation eine
43:31zentrale Rolle das heißt lesen und die
43:35Bedeutung einer Texteinheit bestimmen
43:37das ist das was wir tun und das ist auch
43:39das was so schrecklich anstrengend ist
43:41weil man eigentlich ununterbrochen
43:44Entscheidung trifft worin besteht nun
43:47der Unterschied
43:49Kategorien oder Codes zeigen das
43:52Vorliegen relevanter Informationen an
43:56ich habe jetzt hier sehr abstakte kurz
43:57gewählt aber man kann hier natürlich
44:00das Sehen man glaube ich im nächsten bei
44:02Folie noch mal besser wichtig ist hier
44:05nur Sie was Sie beim Codieren machen ist
44:08sie stellen wie so eine Art buchindex
44:10her ja sie haben den Text und verweisen
44:14auf den Text mit den Codes während bei
44:18der extrahierenden Inhaltsanalyse
44:22verlassen wir den Text die Kategorien
44:24dienen dazu relevante Information zu
44:26erkennen
44:27diese zu paraphrasieren und strukturiert
44:30zu speichern ja wir haben eigentlich
44:33interessieren uns diese Transkripte oder
44:36Dokumente irgendwann nicht mehr wir
44:37gehen eigentlich nur noch zurück wenn
44:39wir Widersprüche aufklären wollen wenn
44:41wir nach Zitaten suchen aber irgendwann
44:45gucken wir die nicht mehr an sondern wir
44:47gucken nur noch hier unsere
44:48strukturierte Informationsbasis an also
44:52unsere Kategorien mit den Dimensionen
44:56und äh unsere sortierten
45:01Tabellen wenn wir codieren wollten dann
45:05habe ich ihnen das hier mal an unserem
45:07Beispiel gezeigt wie das aussehen könnte
45:09also man beim Codieren kann man muss man
45:12nicht unbedingt einen Absatz als Einheit
45:14haben man kann das auch ähm sich da
45:17Teile raussuchen Satzteile und da hätten
45:20wir jetzt hier z.B unsere Bedingung time
45:24for research
45:26ähm
45:28hier auch noch mal time for research
45:30hier unten und dann müsste man irgendwie
45:33mit dem mit dem courses also mit der
45:36Kausalbeziehung umgehen und einen
45:39weiteren eine weitere Code erfinden z.B
45:44course
45:47rule hier haben wir jetzt unsere Regel
45:50teaching Relief und sie sehen hier
45:52wird's aber ein bisschen schwierig weil
45:55wir können jetzt nicht so stark hier
45:56fassen wie wir das in den Tabellen
45:59gemacht haben sondern wir müssen jetzt
46:00irgendwie ja alles unterstreichen und
46:02erstmal alles
46:04mitnehmen und hier hätten wir als
46:07letztes res teaching
46:10Relief
46:13so okay und nun muss ich sie noch zum
46:18Schluss ja dann
46:21mit einer mit dieser Folie konfrontieren
46:25und zwar gibt es leider einen ganz
46:26schrecklichen begriffsw war was coding
46:30und qualitative Inhaltsanalyse anbelangt
46:33fangen wir mal links an also codieren
46:35ist die älteste qualitative
46:39Analysetechnik
46:41die aus dem graune ziorie Ansatz
46:44hervorgegangen ist wichtige Namen sind
46:46hier Barne gläer ansinem Strauß die
46:49Erfinder der graune ziorie später kam
46:52Juliet Corbin hinzu casy chamas und
46:55andere
46:57und daraus hat sich das Coding aber auch
47:00als eigenständige Methode
47:02entwickelt z.B Matthew miles and Michael
47:06huberann und später kamt Johnny Johnny
47:10saldania hinzu die haben dann gemeinsam
47:12lerbuch auch
47:14geschrieben wichtig ist also geleser und
47:17Strauß haben ja mal an begonnen mit dem
47:21coding als eine Methode wo sie gesagt
47:23haben also Theorie nicht anfassen
47:26sondern alles grounded also alles muss
47:28aus den empirischen Daten kommen diese
47:32strikte fein theorieevindlichkeit
47:34sozusagen
47:36ist dann schon angefach später
47:40angefochten wurden von korbinen strauen
47:42korbin und ist jetzt nicht notwendig so
47:46beim Codieren aber das Codieren lässt
47:50das offen ne beim Codieren kann man sehr
47:53stark theori geleitet vorgehen muss es
47:55aber nicht also das F zwingt eigentlich
47:57dazu und ich halte das auch eher für ein
47:59Nachteil dass es eigentlich dafür zu
48:01zwingt die qualitative Inhaltsanalyse
48:04ist eine deutsche Erfindung sie wurde
48:06von Philip meiring
48:09eingeführt später von hat Margrit
48:11Schreier ein eigenes hat das ein
48:14bisschen weiterentwickelt
48:16Udo kuckerz ist noch ein dritter Name
48:18die für qualitative Inhaltsanalyse
48:23stehen wir haben aber gesagt letztlich
48:26ist ist das auch ein codierendes
48:28Verfahren weil die Kategorien
48:30geschlossen sind das heißt alle
48:32Ausprägungen sind vorgegeben und das ist
48:36auch so gewollt äh man will am Ende
48:39häufigkeitsanalysen machen und das wird
48:41auch beim hier beim Codieren als
48:42eigenständiger Methode wird das
48:45teilweise gemacht äh dass man hinterher
48:47kurz zählt
48:50ähm das passiert hier nicht bei der
48:53extrahierenden
48:55Inhaltsanalyse wir verwenden ein offenes
48:59Kategoriensystem was flexibel ist die
49:02Ausprägung sind nicht vorgegeben und das
49:04Endziel sind keine
49:06häufigkeitsanalysen also
49:09inofern muss ich jetzt zwar Werbung für
49:11mein eigenes unser eigenes Verfahren
49:13machen aber das ist wirklich das am
49:16meisten qualitative Verfahren während
49:18hier man eigentlich so wieder so ein
49:20bisschen Richtung auch quantitative
49:22Inhaltsanalyse rückt aus der das
49:25Verfahren mal Stein ist ne das ist so
49:27die Entstehungsgeschichte der
49:29Inhaltsanalyse ja also das um sie wenn
49:32sie so durch die Literatur versuchen zu
49:34steigen behalten Sie das bisschen im
49:37Kind Hinterkopf ähm und lassen sich
49:41nicht verwirren wenn der Begriff
49:43qualitative Inhaltsanalyse auftaucht und
49:45da was anderes
49:47passiert gut aha
49:52Fragenrunde ich hatte noch eine
49:54literaturfolie die kommt wahrscheinlich
49:55dann danach
49:58ähm okay Fragerunde ha wann wählt man
50:03besser codieren wann extrahieren na
50:07ja da kann ich also nur sagen ähm
50:12je kausaler sie werden
50:16ähm desto eher würde ich empfehlen zu
50:21extrahieren
50:23ansonsten können Sie
50:27das
50:29ähm so
50:32entscheiden wie Sie wollen ich würde
50:36also ich habe ja versucht jetzt schon
50:38schon ein bisschen darauf zu antworten
50:39und vielleicht ist die frage deswegen
50:40auch
50:41ähm schon zeitiger gestellt wordden und
50:45ich habe schon eine partielle Antwort
50:48gegeben ich vielleicht aus meiner
50:51Erfahrung würde ich sagen also was
50:54häufig passiert ist dass man sagt na ja
50:57ich weiß ja noch nicht so viel ich fange
51:00jetzt erstmal an ich lass mir mal von
51:01meinen Daten erzählen was eigentlich in
51:03meinen Interviews drin
51:05steht und codiere und dann hat man so
51:08emerging topics also hat oft Themen die
51:13Verschlag also verschlagwdet da seine
51:17Daten seine Interviews indem man da
51:19Themen dran schreibt und also das ist so
51:22ein bisschen das die Gefahr eben auch ne
51:25dass man eigentlich
51:27erstmal so ein Zwischenschritt nimmt und
51:31versucht sich ein bisschen drum zu
51:32drücken um die die eigentliche
51:36Frage was was ist jetzt relevant und was
51:39ist nicht
51:42relevant aber es spricht erstmal gar
51:44nichts dagegen und ich würde sagen also
51:46gucken Sie sich einfach die Literatur an
51:48schauen Sie mal noch mal in unser
51:50Lehrbuch gläer laudel wo wir die Methode
51:53beschrieben haben schauen Sie sich
51:55vielleicht das englische Buch an von
51:57Miles hemann und Santana die gehen
52:02codierend vor und machen aber eigentlich
52:04in der zweiten Runde dann noch mal so
52:06eine Art extraier Extraktion ich finde
52:09es immer ein bisschen umständlich aber
52:11auf jeden Fall kann man sagen Miles und
52:14Kollegen sind auch
52:16an kausalen Fragen interessiert die
52:18kommen nämlich aus der
52:20Evaluationsforschung und sofern spricht
52:22nichts dagegen man kann beide Verfahren
52:25verwenden
52:29offensichtliche Fehler als Widerspruch
52:33kennzeichnen na ja also die
52:35Interviewpartner sehen ja unsere
52:37Extraktion
52:39nicht das ist etwas
52:43was nicht mit ihnen geteilt wird ist mir
52:47eine Erweiterung von mswd
52:51äh ja also das es gibt ja die Makros in
52:54in wird als als Standardfunktion und wir
52:57haben da sozusagen eine eigene auf
53:00Makros aufbauend Visual Basic of for
53:03applications nutzend
53:06äh eine also dieses Programm entwickelt
53:09es ist frei nutzbar
53:11ja gibt es für
53:14die digitale Tools wie ja eben nicht ne
53:17habe ich gesagt leider nicht wir s wir
53:20also wenn ihnen was über die Wege läuft
53:24ja für codieren ach so Entschuldigung
53:27für das für das Codieren ja
53:31MAXQDA ist für codieren gedacht wie auch
53:34viele andere Programme MAXQDA ist glaube
53:37ich ein ziemlich teures Programm es gibt
53:39auch andere en vivo oder so die
53:41funktionieren eigentlich alle sehr
53:43ähnlich es geht da vor allen um die
53:45codeverwaltung und das ist vielleicht
53:47noch sollte ich vielleicht noch dazu
53:49sagen also ein typisches Problem beim
53:51Codieren ist dass man Code overload dass
53:54man mit sehr sehr sehr vielen Codes
53:56endet ähm das muss ja nicht so sein wenn
54:00man eben sehr viel Arbeit auch steckt in
54:02die Vorüberlegung
54:04äh muss es nicht passieren aber es
54:05passiert sehr häufig ne das Erzählen
54:08unsere Doktoranten die mit codieren
54:11arbeiten immer
54:14wieder wie kann ich vermeiden dass ich
54:17Kategorien überschneiden gute Frage
54:21ich denke das hängt mit den Definitionen
54:25zusammen
54:27[Musik]
54:29ähm und dass es Zuordnungsprobleme immer
54:33noch geben kann das versuchen wir mit
54:35den extraktionsregeln zu lösen ne dass
54:38dass Zuordnung nicht eineindeutig sind
54:40kann man mit den extraktionsregeln lösen
54:42und ansonsten na ja also wenn man
54:45Variablen hat ist ja eigentlich nicht so
54:48dass man dass die sich überschneiden
54:49also man will ja verschiedene äh
54:52verschiedene Dinge festhalten in
54:54verschiedenen Variablen also das sollte
54:56eigentlich nicht passieren
55:00aber ja das muss man einfach prüfen
55:05dann wenn Zeitpunkt Zeitraum für
55:08Kategorien notwendig sind müssen
55:10entsprechend die
55:11Fragebogen das immer
55:15Abfragen bei ihrer beispielfrage setzt
55:18dies voraus dass der Interviewpartner
55:19dies erzählt gute sehr auch eine sehr
55:22gute Frage nee
55:24m das wird eben im Interview häufig sind
55:28die nicht präzise und wenn es aber sehr
55:31wichtig ist müssen wir natürlich
55:33da das werden das Interviews möglichst
55:36merken und fragen wann war das
55:39ähm aber viele Dinge sie werden eben
55:41einfach für den für die Gegenwart
55:43berichtet und dann schreiben wir dann
55:44oft rein time of Interview oder Zeit
55:48Zeitpunkt des Gesprächs und dann reicht
55:51uns das
55:52auch was verstehe ich denn unter codier
55:56oh das war hoffentlich schon eine Weile
55:58her D okay ich glaube das ist dann im
56:01Laufe des Vortrags hoffentlich klar
56:03geworden was codieren ist müssen wir die
56:06Probanden aufzeichnen bezieht sich das
56:09auf die
56:12nee wei verstehe ich jetzt nicht
56:16äh ach so
56:19äh Probanten die
56:22Interviewpartner ja die würde man
56:26äh standardmäßig würde man
56:30aufzeichnen
56:32oder wenn Aufzeichnung verweigert wird
56:35muss man Gesprächsprotokolle anfertigen
56:39ne aber eins von beiden müsste dann
56:42vorlegen entweder ein Transkript also
56:46ein vollständige Transkription des
56:49Gesprächs vollständige Aufzeichnung oder
56:52ein eine Mitschrift die man anschließend
56:55Anh seine Notizen ähm
56:58anfertigt äh was meint der Begriff
57:01Ausprägung Ausprägung sind vorgegeben
57:04oder eben nicht
57:05vorgegeben na Ausprägung sollten wir ja
57:08auch aus der quantitativen Forschung
57:10kennen also das sind eigentlich die
57:11Werte die eine Variable annehmen kann
57:14also wir hatten verschiedene Regeln
57:18Finanzierungsregeln evaluationsregeln
57:21äh Regeln für
57:24lehrbelastung das sind werden alles
57:26Ausprägung
57:28h na ja indem man eben möglichst
57:33frühzeitig anfängt zu analysieren ne
57:36also ich würde auch immer vorschlagen
57:38wenn sie ihr erstes Interview geführt
57:41haben vielleicht noch nicht so
57:44vollkommen im Detail zu analysieren wie
57:46ich das jetzt gemacht ihn vorgeführt
57:48habe dass man tatsächlich jeden Absatz
57:50genau interpretiert und zusammenfasst
57:52aber zumindest sich mal an jeden Absatz
57:55dran Schreiben
57:57zu welcher meiner Kategorien zu meiner
57:59zu welcher meiner
58:01äh Variablen gehört das denn und
58:08ähm und dann haben sie sollten Sie ja
58:12ihre also entweder ihre man kann ja auch
58:15die Forschungsfrage dann noch mal in
58:17empirische Fragen untergliedern
58:20ähm also irgend sie müssen ja irgendwas
58:22konzeptionelles noch vorlegen haben und
58:24und einfach dann anhand des Interviews
58:27schon mal grob schauen ob das denn
58:30beantwortet wird ne wir haben in unserem
58:32Lehrbuch schlagen wir vor
58:34äh sowas wie empirische Forschungsfragen
58:37zu benutzen und dann kann man anhand
58:39dieser
58:41ähm empirischen Fragen schauen werden
58:44die denn alle
58:46beantwortet so das wäre das kann man
58:49alles noch so manuell machen ne man kann
58:51sich einfach das das Transkript oder das
58:54Protokoll ausdrucken und dann das
58:57absatzweise
59:04[Musik]
59:09durchgehen