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0:00Herzlich willkommen zu unserer heutigen
0:01Analyse. Sie haben uns ein Fachskript
0:04aus der Zahnmedizin geschickt, genauer
0:06gesagt das Kapitel zur Prothetik.
0:08Mhm. Und unser Auftrag ist klar. Wir
0:11wollen dieses doch recht dichte Material
0:13für Sie so aufbereiten, dass Sie am Ende
0:16einen klaren Kompass für die Welt des
0:18Zahnersatzes haben.
0:20Von der einzelnen Krone bis hin zur
0:22kompletten Prothese.
0:23Genau. Wenn man vor so einer
0:25Entscheidung für Zahnersatz steht, kann
0:27das glaube ich ganz schön überfordernd
0:28sein.
0:29Absolut.
0:30Darum ziehen wir heute eine ganz klare
0:32Linie und sortieren das Ganze für Sie
0:34und zwar in zwei große Bereiche. Was
0:37wird fest im Mund verankert und was äh
0:41kann man herausnehmen?
0:42Genau. Und wir klären am Ende auch die
0:44Frage, die Ihnen wahrscheinlich am
0:46meisten unter den Nägeln brennt. Was
0:48übernimmt denn die Krankenkasse davon?
0:50Ah, sehr gut.
0:51Denn es geht ja nicht nur um die
0:52perfekte technische Lösung, sondern auch
0:55darum, was für Sie praktisch und ja,
0:58finanziell machbar ist.
0:59Perfekt. Dann fangen wir doch mal mit
1:01der ersten Kategorie an, dem
1:03festsitzenden Zahnersatz. Das klingt ja
1:06schon mal nach einer dauerhaften Lösung.
1:08Mhm.
1:08Was bedeutet festsitzend denn ganz
1:10konkret?
1:11Also festsitzend bedeutet, der
1:13Zahnersatz wird permanent mit ihrem Zahn
1:15verbunden, meistens mit einem speziellen
1:18Zement oder einer äh Klebetechnik.
1:21Okay? Den können Sie also nicht selbst
1:23herausnehmen. Er wird sozusagen ein Teil
1:26ihres Gebisses. Und die bekannteste und
1:29ja einfachste Form davon ist die Krone.
1:32Ah, die Krone, der Klassiker, wenn ein
1:34Zahn stark beschädigt ist.
1:36Genau.
1:36Das Skript listet hier drei Haupttypen
1:38auf. Vollgus, Verblend und
1:40Vollkeramikrone.
1:42Das klingt erstmal nur nach einer
1:43Materialfrage, aber ich vermute, da
1:45steckt ein bisschen mehr dahinter.
1:47Oh ja, absolut. Im Grunde bewegen Sie
1:50sich bei der Entscheidung immer in einem
1:51Dreieck aus drei Kompromissen.
1:54Einem Dreieck. Okay.
1:55Ja. Erstens, wie perfekt soll es
1:58aussehen? Also die Ästhetik. Zweitens,
2:01wie viel von meinem gesunden Zahn bin
2:03ich bereit dafür zu opfern? Und drittens
2:06natürlich, was darf das Ganze kosten?
2:09Verstehe. Und man kann nie alle drei
2:12Kriterien zu 100% haben.
2:14Exakt. Irgendwo muss man immer einen
2:16Kompromiss machen.
2:17Das ist ein super Bild. Ein Dreieck der
2:19Kompromisse. Gehen wir es doch mal
2:22durch. Die günstigste Ecke wäre dann
2:24vermutlich die Vollgusskrone.
2:26Richtig. Die besteht komplett aus
2:28Metall. Das können Goldlegierungen sein
2:31oder eben nicht Edelmetallllegierungen.
2:33Kurz NM. Mhm.
2:34Die ist extrem langlebig und der große
2:36Vorteil ist, der Zahnarzt muss wirklich
2:39am wenigsten von ihrem gesunden Zahn
2:41wegschleifen.
2:42Aber der Nachteil
2:43liegt auf der Hand. Die Ästhetik, so
2:45eine goldene oder silberne Krone, möchte
2:48man nicht unbedingt im sichtbaren
2:49Bereich haben.
2:51Klar.
2:51Und ein kleiner, aber wichtiger Hinweis
2:54aus der Quelle: Wenn Sie noch alte
2:56Amalgamfüllungen haben, sollte die Krone
2:58diese nicht direkt berühren. Da kann es
3:01sonst zu Korrosion kommen.
3:02Okay, also robust, Substanzschonen, aber
3:06na ja, nicht besonders hübsch. Was ist
3:08denn der nächste Schritt in Richtung
3:09Ästhetik? Das wäre dann die
3:11Verblendkrone. Man kann sie sich quasi
3:13als Hybrid vorstellen.
3:15Ein Hybrid?
3:16Ja. Innen ein stabiles Metallgerüst, das
3:19aber von außen mit einer zahnfarbenen
3:22Keramikschicht überzogen, also
3:24verblendet wird. Das ist ein sehr, sehr
3:26guter Kompromiss aus Stabilität und
3:28Aussehen.
3:29Okay.
3:30Es gibt sogar eine Luxusvariante davon,
3:32die sogenannte Galvanokrone.
3:34Die hat ein hauchdünnes Käppchen aus
3:36reinem Gold unter der Keramik.
3:38Aus reinem Gold. Ja, und das sorgt für
3:41eine unglaublich präzise Passform und
3:44beste Verträglichkeit.
3:46Und wenn ich jetzt sage, Kompromisse
3:48sind mir egal, ich will die perfekte,
3:50die absolut unsichtbare Lösung. Dann
3:53landen wir bei der Vollkeramikrone. Die
3:56hat kein Metallkern, besteht also, wie
3:59der Name schon sagt, komplett aus
4:00Keramik und ist von einem echten Zahn
4:03kaum zu unterscheiden.
4:05Das ist dann ästhetisch die Oberklasse,
4:08die absolute Oberklasse. Aber hier
4:10zahlen sie eben den Preis im Dreieck der
4:13Kompromisse.
4:14Für diese Krone muss der Zahnarzt am
4:17meisten Substanz abtragen, um genug
4:19Platz zu schaffen.
4:21Aha. Und sie ist in der Regel auch die
4:23teuerste Option.
4:24Das leuchtet ein. Sie haben gerade
4:26gesagt, für eine Vollkeramikkrone muss
4:28der Zahnarzt mehr vom Zahn wegschleifen.
4:31Das ist ein wichtiger Punkt,
4:32ein ganz entscheidender.
4:33Es geht also nicht nur darum, was für
4:36eine Krone man bekommt, sondern auch
4:39darum, wie der Zahn darunter vorbereitet
4:42wird.
4:43Exakt. Und das ist ein entscheidender
4:45Faktor für die Langlebigkeit. Stellen
4:47Sie es sich so vor. Je mehr Keramik für
4:50die perfekte Optik drauf muss, desto
4:53mehr Platz braucht der Zahntechniker.
4:55Logisch.
4:56Und diesen Platz schafft der Zahnarzt
4:58eben, indem er vom Zahn etwas
5:00wegschleift. Bei einer reinen
5:02Metallkrone reicht eine sanfte
5:05Abschrägung. Bei einer voll Keramikkrone
5:08braucht es eine richtige Stufe, auf der
5:10die Krone dann stabil sitzen kann.
5:12Und das ist dann der eigentliche
5:14Kompromiss beim Substanzverlust.
5:16Genau der. Und das Skript erwähnt hier
5:18noch einen Begriff, die biologische
5:21Breite. Das klingt wichtig und ein
5:24bisschen gefährlich.
5:25Das ist es auch. Die biologische Breite
5:28ist quasi die biologische
5:30Sicherheitszone des Körpers rund um den
5:32Zahn.
5:32Eine Sicherheitszone? Ja, man kann sich
5:35das vorstellen wie den Abstand, den man
5:38instinktiv zu einem Lagerfeuer hält.
5:40Geht der Kronenrand zu nah ran, also
5:43verletzt er diese empfindliche Zone,
5:45reagiert der Körper garantiert.
5:47Und wie?
5:48Meistens mit einer chronischen
5:50Entzündung und Zahnfleischrückgang. Das
5:52ist ein biologisches Gesetz, das kann
5:54man als Zahnarzt nicht austrixen.
5:57Verstanden? Kronen retten also einzelne
5:59Zähne. Aber was ist, wenn ein Zahn
6:02komplett fehlt? Dann schlägt das Skript
6:04die Brücke vor.
6:05Genau. Das Prinzip ist eigentlich genial
6:08einfach. Man nutzt die Nachbarzähne der
6:10Lücke als Pfeiler.
6:11Okay.
6:12Diese Pfeilerzähne werden dann wie für
6:14Kronen beschliffen. Die Brücke selbst
6:17besteht dann aus den beiden Ankerkronen
6:19für die Pfeiler und dem Brückenglied in
6:22der Mitte.
6:22Und das ersetzt den fehlenden Zahn.
6:24Richtig. Das schwebt dann quasi über dem
6:27Zahnfleisch.
6:28Moment mal. Es gibt hier aber auch
6:29Sonderform. Eine Attisivbrücke z.B. Die
6:32wird anscheinend nur geklebt.
6:34Ja,
6:35das klingt ja genial, weil man die
6:36Nachbarzähne kaum beschleifen muss, aber
6:39hält das denn wirklich? Ich hätte da
6:41Sorge, in einen Apfel zu beißen und das
6:43Ding plötzlich in der Hand zu haben.
6:45Das ist eine absolut berechtigte Frage.
6:48Diese Sorge war früher auch größer, aber
6:51die moderne Klebetechnik ist wow. Die
6:54ist unglaublich leistungsfähig.
6:56Wirklich?
6:57Ja. Eine Athesivbrücke, man nennt sie
6:59auch Maryland Brücke, wird mit kleinen
7:02Flügelchen an der Rückseite der
7:04Nachbarzähne befestigt. Sie ist eine
7:06fantastische substanzschonende Option,
7:09aber wahrscheinlich nicht überall.
7:12Genau, gerade im Frontzahnbereich, wenn
7:14die Nachbarzähne gesund und füllungsfrei
7:16sind. Für die Backenzähne, wo enorme
7:20Kaukräfte wirken, ist sie meist nicht
7:22die erste Wahl.
7:23Okay. Und so eine Brücke ist ja nicht an
7:25einem einzigen Tag fertig. Das Grip
7:27beschreibt da mehrere Anproben
7:29und das ist ein absolutes
7:30Qualitätsmerkmal. Man muss verstehen,
7:33dass Zahnersatz echtes Handwerk ist.
7:35Nach der Abform wird im Labor ja nicht
7:38sofort die fertige Brücke hergestellt.
7:39Sonst dann
7:40zuerst wird nur das nackte Gerüst
7:42gegossen oder gefräst. Das probiert man
7:44dann im Mund an. Sitzt es perfekt,
7:47kippelt es nicht.
7:48Verstehe. Erst dann kommt die Keramik
7:50drauf und selbst die wird erstmal als
7:53Rohbrandanprobung,
7:54um die Farbe, die Form und vor allem den
7:57Biss exakt zu justieren.
7:58Ah, also Schritt für Schritt zur
8:00Perfektion.
8:01Erst wenn alles zu 100% stimmt, wird die
8:03Brücke final fertig gestellt und fest
8:05eingesetzt. Okay, das ist also die Welt
8:08des festsitzenden Zahnersatzes. Alles
8:11bombenfest verklebt und zementiert. Aber
8:14was ist, wenn man mehrere Zähne ersetzen
8:17muss oder eine Lösung will, die man zur
8:19Reinigung auch mal herausnehmen kann?
8:21Dann landen wir ja bei den Prothesen,
8:23die viele vielleicht noch von ihren
8:24Großeltern kennen, oder?
8:26Genau. Aber die heutige Technik hat mit
8:28den alten dritten Zähnen oft nur noch
8:31wenig zu tun. Der große Vorteil für sie
8:33ist die bessere Hygiene.
8:35Mhm. Wenn noch eigene Zähne da sind,
8:37sprechen wir von Teilprothesen und da
8:40gibt es wirklich gewaltige Unterschiede.
8:42Die einfachste Variante scheint die
8:44Modellgussprothese mit Klammern zu sein.
8:47Das sind diese Metallklammern, die man
8:49manchmal bei Leuten aufblitzen sieht.
8:51Exakt. Das ist die Standardlösung, die
8:53sogenannte Regelversorgung der
8:55Krankenkassen. Sie besteht aus einem
8:57Metallgerüst, an dem die künstlichen
8:59Zähne befestigt sind und wird mit
9:01gegossenen Klammern an den restlichen
9:03Zähnen eingehakt. Was sind da die Vor
9:06und Nachteile?
9:07Vorteil:
9:09günstig und man muss die Haltezähne
9:11nicht beschleifen.
9:13Die Nachteile sind aber eben diese
9:15sichtbaren Klammern,
9:17was ästhetisch natürlich nicht optimal
9:19ist
9:19und die Tatsache, dass sie die
9:20Haltezähne auf Dauer belasten können.
9:23Okay. Das Skript beschreibt aber auch
9:26deutlich elegantere, unsichtbarere
9:28Lösungen, Geschiebe und Teleskope. Das
9:31klingt jetzt sehr technisch. Das lässt
9:33sich aber gut mit Analogien erklären.
9:37Denken Sie bei einem Geschiebe mal an
9:39eine versteckte
9:39Schweibenschwanzverbindung bei einem
9:41hochwertigen Möbelstück.
9:42Ah, okay.
9:43Von außen sehen Sie nichts, aber es ist
9:45mechanisch bombenfest. Ein Teil der
9:48Verbindung ist fest an einer Krone am
9:50Zahn, der andere Teil in der Prothese.
9:53Beim Einsetzen klickt es präzise
9:55ineinander.
9:56Bester Halt, perfekte Ästhetik.
9:58Genau.
9:59Und die Teleskope, wie funktionieren
10:01die? Das Prinzip ist wie bei einer
10:03russischen Matrioschka Puppe oder einem
10:06ausziehbaren Teleskop, daher der Name.
10:08Okay, das Bild hilft.
10:10Ihre Zähne bekommen festzementierte
10:12Innenkronen aus Metall. In der Prothese
10:15stecken dann die exakt darauf passenden
10:17Außenkronen
10:18und die gleiten dann übereinander.
10:20Pas genau. Das erzeugt durch die
10:22Reibung, die sogenannte Friktion, einen
10:25bombenfesten Halt. Und der riesige
10:27Vorteil, wenn Sie später einen weiteren
10:29Zahn verlieren, kann die Prothese
10:31einfach um diesen Zahn erweitert werden.
10:34Sie ist also zukunftssicher.
10:35Oder Coverdentural Prothese. Was ist das
10:38denn?
10:39Das ist eine sehr elegante Lösung für
10:40den Fall, dass sie nur noch ganz wenige
10:42Zähne haben, vielleicht zwei oder drei.
10:45Mhm.
10:46Statt diese zu ziehen und eine
10:47Vollprothese zu machen, kürzt man sie
10:50stark ein und übergrundt die Wurzeln mit
10:52kleinen Goldkappen. Darauf kann man z.B.
10:55eine Art Druckknopf verankern
10:56und die Prothese klickt dann da drauf.
10:59Genau. Die Prothese ist im Grunde eine
11:01Totalprothese, die aber auf diesen
11:03Druckknüpfen einrastet. Das verbessert
11:06den Halt dramatisch und noch wichtiger,
11:08es erhält den Kieferknochen an diesen
11:10Stellen,
11:11weil die Wurzeln noch da sind.
11:12Richtig,
11:13das bringt uns zum letzten Fall gar
11:15keine Zähne mehr. Die klassische
11:17Vollprothese. Ich habe mich immer
11:19gefragt, wie hält die eigentlich? Da ist
11:22ja nichts mehr zum Festkrammern. Das ist
11:24reine Physik und wirklich faszinierend.
11:27Der Halt entsteht durch den hauchdünnen
11:29Speichelfilm zwischen der Prothese und
11:31ihrer Mundschleimhaut.
11:33Nur durch den Speichel.
11:34Ja. Es ist der gleiche Effekt wie bei
11:36zwei nassen Glasplatten, die man kaum
11:39auseinanderziehen kann. Man nennt das
11:41Adhesions und Kohesionskräfte.
11:43Wow.
11:44Damit dieser Saugeffekt aber
11:45funktioniert, muss der Prothesenrand
11:48absolut dicht sein. Wie ein Ventil.
11:51Kommt Luft runter, ist der halt weg. Und
11:53deshalb müssen solche Prothesen auch
11:55regelmäßig angepasst werden, nehme ich
11:57an, die Kiefer verändert sich. Ja,
11:59ganz genau. Ohne die Belastung durch die
12:01Zahnwurzeln bildet sich der
12:03Kieferknochen langsam zurück. Die
12:05Prothese verliert ihren perfekten Sitz.
12:07Daher muss sie alle paar Jahre
12:09unterfüttert werden, um die Passung
12:10wiederherzustellen.
12:12Gut, jetzt haben wir die ganze Palette
12:14an technischen Möglichkeiten durch.
12:16Kommen wir zur Frage, die sich
12:17vermutlich jeder von Ihnen jetzt stellt.
12:19Wer bezahlt das alles? Ja, die grätschen
12:21Frage.
12:22Das deutsche System mit der gesetzlichen
12:24Krankenkasse wirkt auf den ersten Blick
12:26ja ziemlich kompliziert.
12:27Das ist es eigentlich gar nicht, wenn
12:29man das Grundprinzip einmal verstanden
12:31hat. Das Wichtigste zuerst, die Kasse
12:34zahlen Ihnen einen Festzuschuss.
12:36Einen Festzuschuss
12:37und dieser Zuschuss richtet sich immer
12:39nach ihrem zahnmedizinischen Befund,
12:41also dem Problem, das Sie haben und
12:44nicht nach der Therapie, für die Sie
12:46sich am Ende entscheiden.
12:47Okay, das müssen wir mal aufdröseln. Das
12:49Skript spricht von der Regelversorgung.
12:51Was ist das?
12:52Also, die Kasse schaut sich an, was das
12:54Problem ist. Sagen wir ein fehlender
12:56Backenzahn. Dann sagt sie: "Okay, die
12:59Standardlösung dafür, die medizinisch
13:01ausreichend und wirtschaftlich ist, ist
13:03eine Brücke aus nicht." Das ist die
13:06Regelversorgung.
13:07Verstehe. Die Basislösung. Genau. Und
13:10die Kosten für diese Standardlösung
13:12bilden die Berechnungsgrundlage
13:14und davon bekomme ich dann den
13:16Festzuschuss.
13:17Genau. Die Kasse sagt, diese
13:19Standardbrücke kostet im Schnitt, sagen
13:21wir mal, 1000 €. Davon techallen wir dir
13:2450%, also 500 €.
13:27Okay. Die Hälfte,
13:28das ist ihr Festzuschuss. Und jetzt
13:30kommt der Clue. Diesen Batzengeld, diese
13:33500 € bekommen Sie auch, wenn Sie sich
13:35für eine viel teurere Lösung
13:37entscheiden. Z.B. eine vollkerikbrücke
13:40für 2000 €.
13:41Ich bekomme trotzdem nur die 500 €.
13:43Sie bekommen trotzdem ihre 500 €
13:46Zuschuss. Den Rest zahlen Sie selbst.
13:48Verstehe. Der Zuschuss ist also an das
13:50Problem gekoppelt, nicht an die Lösung,
13:52die ich wähle.
13:53Exakt.
13:54Und was bedeuten dann die Begriffe
13:56gleichartig und andersartig?
13:58Das beschreibt nur, wie weit Ihre Wahl
14:00von der Standardlösung abweicht. Wenn
14:02Sie statt der einfachen Metallbrücke die
14:05schönere Keramikbrücke nehmen, ist das
14:07eine gleicha Versorgung. Es bleibt ja
14:10eine Brücke.
14:10Und andersartig,
14:12wenn die Regelversorgung aber eine
14:13herausnehmbare Klammerprothese wäre und
14:16sie sich stattdessen für festsitzende
14:18Implantate entscheiden, dann ist das
14:20eine komplett andersartige Therapieform.
14:22Aber auch da kriege ich den Zuschuss.
14:24Auch hier gilt, sie bekommen den
14:26Festzuschuss, der für die einfache
14:28Prothese vorgesehen war. Ein Punkt, der
14:30im Skript wirklich herausstecht, ist das
14:32Bonushheft. Das scheint sich ja massiv
14:34zu lohnen.
14:35Oh ja. Wow. Das ist im Grunde ein
14:37direkter finanzieller Lohn dafür, dass
14:39Sie zur Vorsorgehen.
14:41Wirklich?
14:42Ja. Wenn Sie 5 Jahre lückenlos einmal im
14:45Jahr beim Zahnarzt waren, steigt Ihr
14:47Festzuschuss von 50 auf 60% der Kosten
14:50der Regelversorgung. Nach 10 Jahren sind
14:52es sogar 65%.
14:55Das ist ja ein riesen Unterschied.
14:56Bei einer größeren Arbeit kann das einen
14:58Unterschied von mehreren 100 €
15:01ausmachen. Das ist wirklich ein starker
15:03Andreiz für Prävention.
15:04Und gibt es auch eine Unterstützung für
15:06Menschen mit sehr geringem Einkommen?
15:08Ja, das ist die Härtefallregelung. liegt
15:10ihr Einkommen unter einer bestimmten
15:12Grenze, zahlt die Kasse den doppelten
15:14Festzuschuss.
15:15Ah,
15:16damit wird die Standardregelversorgung
15:18für Sie in der Regel komplett
15:19zuzahlungsfrei.
15:20Und ganz wichtig, bevor irgendetwas
15:23passiert, der Heil und Kostenplan der
15:25HKP.
15:26Der absolut wichtigste administrative
15:29Schritt. Bevor die Behandlung beginnt,
15:31muss dieser Plan erstellt werden, der
15:33alles genau auflistet. Und den schicke
15:35ich dann zur Kasse.
15:36Den reichen Sie bei Ihrer Kasse ein und
15:38warten auf die Genehmigung. Erst dann
15:41haben Sie die Sicherheit, was genau Sie
15:43bekommen. Ohne diesen genehmigten Plan
15:45gibt es kein Geld.
15:47Damit haben wir den Bogen von der
15:48Mechanik einer einzelnen Krone bis zum
15:51ja doch recht komplexen System der
15:52Kostenerstattung geschlagen. Es ist
15:54wirklich beeindruckend, was die moderne
15:56Prothetik leisten kann.
15:57Das ist es. Die Vielfalt an Techniken
16:00erlaubt heute unglaublich individuelle
16:02und äh hochwertige Lösungen, die
16:04Funktion und Ästhetik wiederherstellen
16:06können.
16:07Von der einfachen Klammerprothese bis
16:09zur unsichtbaren Vollkeramiklösung.
16:11Absolut.
16:12Und genau das, diese ganze Komplexität
16:14und der Aufwand, den wir gerade
16:15besprochen haben, bringt uns zu einem
16:17letzten Gedanken für Sie.
16:19Mhm. Die Quellen beschreiben ja sehr
16:20eindrücklich, was für ein technisches
16:22und auch finanzielles Unterfangenes ist,
16:24auch nur einen einzigen Zahn zu
16:26ersetzen.
16:27Genau. Und das führt zu einer
16:29interessanten Frage, die Sie mitnehmen
16:31können. Wenn Sie jetzt wissen, wie
16:34komplex und aufwendig der Ersatz von
16:36Zähnen ist, verändert das vielleicht
16:39ihre Perspektive auf den Wert, die
16:41Pflege und den Erhalt der Zähne, die Sie
16:44jetzt noch haben?